Wie bereits über mehrere Kanäle kommuniziert, konnten die ersten Baugründe im Bereich der Schullnerwiese an interessierte Bürger vergeben werden. Viele haben nun die Möglichkeit, ein Grundstück zu erwerben und sich den lang ersehnten Traum vom Eigenheim zu erfüllen. Wir gratulieren allen künftigen Grund- und Hausbesitzern und sind überzeugt, dass diese Entscheidung von ihnen bewusst, verantwortungsvoll und im Rahmen der eigenen finanziellen Möglichkeiten getroffen wurde – ganz ohne „Rechenbeispiele“.
Vergabekriterien: Forderungen gestellt – und jetzt kritisiert
Die strengen Vergabekriterien, die die ursprüngliche Zahl der Vormerkungen deutlich reduziert haben, wurden von genau jenen Personen gefordert, die sie heute kritisieren. Dass dadurch viele Interessierte ausgeschlossen wurden, ist uns bewusst – es war ein politischer Kompromiss, der eine breite Mehrheit im Gemeinderat sicherstellen sollte.
Offenbar fällt es manchen nun schwer, die Enttäuschung jener Bürgerinnen und Bürger auszuhalten, die diesmal nicht zum Zug gekommen sind. Das Image „Wir machen es Allen recht“ beginnt zu bröckeln – und plötzlich erinnert man sich an die eigenen Forderungen nicht mehr, sondern kritisiert sie lautstark.
Wir hätten uns eine Vergabe an eine deutlich größere Interessentengruppe gewünscht und hätten diese Chance gerne mehr Menschen eröffnet. Sobald die nächsten Grundstücke vergeben werden können, werden wir uns – auch gegen politischen Widerstand – dafür einsetzen, dass weitere Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit erhalten, einen Baugrund zu erwerben.
Finanzielle Planung und Zeitdruck: Fakten statt Stimmungsmache
Wir gehen davon aus, dass jene Bürgerinnen und Bürger, die seit Jahren auf der Warteliste stehen, ihre finanzielle Planung ebenso lange vorbereiten. Eine Investition dieser Größenordnung ist ohne solide Planung schlicht nicht möglich.
Von Seiten der Gemeinde besteht kein Zeitdruck beim Erwerb der Grundstücke. Es macht keinen Unterschied, ob der Kauf heute oder erst in einigen Monaten erfolgt. Der einzige zeitliche Faktor betrifft die gesetzliche Befreiung von Eintragungsgebühren für Eigentums- und Pfandrechte, die nur noch bis Ende Juni möglich ist. Die Gemeinde hat daher versucht, den Prozess so zu gestalten, dass künftige Eigentümerinnen und Eigentümer diese nicht unerhebliche Kostenersparnis nutzen können.
Ob dieser Umstand aus mangelndem Überblick oder schlichter Überforderung übersehen wurde, können wir nicht beurteilen. Tatsache ist jedoch, dass er im Zuge des aktuellen „Informationswahns“ und unter dem Schlagwort „Transparenz“ offenbar bequem ausgeblendet wurde.
Doppelmoral erkennbar
So ist das nun einmal, wenn man Wasser predigt und Wein trinkt. Praktisch, wenn man Winzer in den eigenen Reihen hat.
Wir finden: Wer bewusst Hass und Neid schürt, hat in der Politik nichts verloren.
Wir gratulieren allen, die sich rechtzeitig für diese seltene Gelegenheit angemeldet haben, und allen, die nun ein Grundstück erwerben können. Gleichzeitig entschuldigen wir uns bei jenen, für die es in der ersten Runde nicht gereicht hat. Wir setzen uns weiterhin für Baugründe in Gemeindehand und eine Vergabe an eine breitere Personengruppe ein.